Daniela Hutter im Interview – Zu Gast bei Mara Thelling

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Ich freue mich sehr, dich heute hier in meinem Feminine Spirit Lifestyle Magazin meinen Lesern vorzustellen. Du bist dreifache Mutter, Ehefrau, Autorin, Coach und Unternehmerin und führst mit deinem Mann eine Druckerei in Tirol. Wie schaffst du es alle deine Tätigkeiten unter einen Hut zu bringen?

Da darf ich aus der Vergangenheit erzählen. Denn meine Kinder sind mittlerweile schon „groß“, sie sind 26, 24, 20 Jahre alt und leben z. T. schon in ihren eigenen Leben. Mein Alltag ist nicht mehr nach ihren Bedürfnissen ausgerichtet. Aber damals, als wir noch miteinander waren und unser Alltag von den Herausforderungen von Schule, Pubertät, Patchwork-Familie geprägt war, war es für mich wirklich viel und oft sehr anstrengend.

Seit einem halben Jahr widme ich mich auch beruflich ausschließlich meinem eigenen Wirken und bin in unserem Familienunternehmen nur mehr ganz wenig präsent. Auch das war ein Entwicklungsprozess (im wahrsten Sinne des Wortes von sich aus etwas verwickeltem heraus wickeln) der nicht spurlos in unserer Familie von statten ging.

Wenn ich auf die Zeit zurückblicke, nach der du fragst, dann kann ich heute sagen, es war deshalb schaffbar, weil ich immer auf mich geachtet habe. Trotz meiner Liebe zu meiner Familie, pflegte ich stets den „gesunden Egoismus“ und diesen widmete ich meinem ganzheitlichen Lebensstil. Praktizierte Spiritualität war mir Anker meiner Kraft in meinem Alltag um Kraft und Motivation aus meiner eigenen Tiefe schöpfen zu können.

Oberflächliches Tun und Verhaltensweisen der Spaßgesellschaft, sind zwar kurzfristig amüsant, und ich lebe es selbstverständlich auch in vielen Facetten – dennoch es verflüchtigt sich sehr schnell und übrig blieb mir danach stets nur innere Leere.

 


Du siehst dich als Impulsgeberin für „Spiritualität im Alltag“, für Frauen & Männer. Kannst du mir dazu mehr erzählen? Wo liegen aktuell deine Schwerpunkte?

Meine Passion ist die Arbeit mit den Frauen, von Anfang an. Ich verspürte für mich selbst, den Ruf nach einem neuen Frau-Sein und nahm in mir das erwachende Bewusstsein einer neuen weiblichen Qualität wahr. Man könnte salopp formulieren: Die geistige Welt hat mich als Pionierin losgeschickt und lies mich gleichmals das eigene mir fremde Land erkunden. Das hat sich durchaus manchmal wie ein Schleuderwaschgang angefühlt. #lacht

Über die Zeit eröffnete sich mir eine neue Qualität der Weiblichkeit, die sich fern von klassischem Feminismus oder Emanzipation zeigte. In der Arbeit mit den Frauen zeigte sich mir dann mehr und mehr was die Frauen beschäftigt, wie ihre alltäglichen Hürden sich zeigen – und so ist es mir ein Anliegen ihnen Wege aufzuzeigen, hin zu ihrer weiblichen Essenz, zu ihrem wahren Frausein, ohne dass sie hinter sich „verbrannte Felder“ zurücklassen. Denn es braucht zumeist keine Trennung vom Partner, den Wechsel des Arbeitsplatzes oder des Wohnorts, um ein erfüllteres Leben zu führen.


Ich würde mich freuen, wenn du mir noch etwas über deinen bisherigen spirituellen Weg berichten könntest. Gab es einen persönlichen Auslöser für dich oder fühlst du dich schon immer auf deinem eigenen spirituellen Weg?

Ich fühle mich irgendwie schon immer auf dem spirituellen Weg. Ich bin in einem Klosterinternat zur Schule gegangen. Ich mochte stets die Gebete und die Zeit in der Kapelle. Mich faszinierten die Geschichten von der Bibel und ich fühlte mich Jesus immer nahe.

Seit damals hab ich die Verbindung zum großen Ganzen – damals nannte man es noch Religion und Gebet. J Heute haben wir die Worte Spiritualität und Meditation. Auch wenn im Detail darin ein Unterschied geborgen ist, ich denke im Gebrauch ist es ähnlich, wenn nicht dasselbe.

Nein, ich hatte kein großes Ereignis. Natürlich gab es Jahre, in welchen ich diesen Themen weniger Aufmerksamkeit schenkte – als Teenager waren mir Jungs, Disco und Mode auf jeden Fall wichtiger.

Dennoch, im frühen Erwachsenenalter waren es die entsprechenden Begegnungen, Gespräche  und „Zufälle“ der Ereignisse  die mir eine andere Weltsicht eröffneten – und „plötzlich“ war „ES“ wieder in meinem Leben. Zu beten, zu meditieren, Zwiesprache zu halten war mir selbstverständlich. Jesus und die Heiligen wurden mir wieder zu Begleiter, auch die Engel. Energien zu spüren, war mir nichts Besonderes. Ich konnte sie „sehen“, mit ihnen arbeiten, sie in Räumen klären.

In den 90er-Jahren hatte ich einen Montessori-Kindergarten gegründet. Da waren es die sogenannten „neuen“ Kinder, die mich sehr viel lehrten. Zum Beispiel war es ein Kind, das mir am Spielplatz beibrachte, wie man die Aura der Bäume und Pflanzen sieht. Diese neuen Kinder haben mich auf ihren Weg mitgenommen. Auch mein älterer Sohn, der mir als Kind mitteilte, „ich trage altes Wissen in mir“  hat mich spüren lassen, dass ich Qualitäten in mir habe, die diese Kinder unterstützt.

So wurde mir das Leben zu Ashram und Guru zugleich.


Dein Buch: „Mach dein Leben hell: Lichtvolle Wege aus der Schwere des Seins“ setzt sich für eine praktisch gelebte Spiritualität ein und greift auch das Thema im Kontaktsein mit der Geistigen Welt auf. Bei mir war es eine Nahtoderfahrung, die mir die Türen zur Geistigen Welt geöffnet hat. Wie war es bei dir?

Über Jahre hielt ich Verbindung zur geistigen Welt, dies in meinem Gebeten und Meditationen. Und dann, ja, gab es durchaus ein „Ereignis“ – vor ca. 13 Jahren sprachen meine Engel in einem „Halb-Wach-Bewusstsein“ zu mir und gaben mir einen klaren Auftrag durch, hinsichtlich dessen, was sie für mich vorgesehen hatten. Das war sozusagen der Beginn, dass ich meine Fähigkeiten auch für andere Menschen nütze.

Seit damals sind die Spirits an meiner Seite und ich kann mit ihnen kommunizieren wie mit besten Freunden – und ich folge ihren Anweisungen. Stets ohne Diskussion, das haben sie mich gelehrt, dass man mit Spirits nicht zu diskutieren hat. #lachtwieder

 


In deinen Programmen nehmen die Worte Stille und Meditation einen großen Raum ein. Wie oft meditierst du? Hast du dir dafür einen eigenen Platz in deinem Alltag geschaffen, oder wie muss man sich das vorstellen?

Ich meditiere täglich, das erste Mal noch morgens im Bett. Ich meditiere mit der aufgehenden Sonne auf der Terrasse, dann auf meiner Yoga-Matte und habe auch einen fixen Platz mit Altar in meinem Arbeitsraum. Und auch zu Sonnenuntergang halte ich für einige Minuten inne, um mit der Energie der untergehenden Sonne in mich zu gehen. #lachend: ganz ehrlich, wenn das Wetter sich aber sehr grau zeigt, lass ich die Sonnen-Meditationen auch mal sein. Doch die stille Meditation vor meinem Altar am Morgen ist mir heilig, sie ist mir so selbstverständlich wie Zähne putzen. Dafür nehme ich mir ungefähr 10 Minuten Zeit. (Also für die Meditation, nicht das Zähneputzen #lachtwieder)

In gewisser Weise meditiere ich auch beim Duschen, beim Kochen, beim Bügeln, beim Spaziergehen und manchmal sogar beim Sport. Kryon sagt: „Alles im Leben ist Meditation.“ So spüre ich das auch auch. (#lacht)

 

 


Dein neues Buch „Das YIN Prinzip“, welches im August 2016 erscheint, widmet sich der Entdeckung der weiblichen Essenz. Ich bin schon ganz neugierig, möchtest du uns über das Buch schon etwas mehr verraten?

Unsere Gesellschaft ist im Allgemeinen zu sehr nach dem männlichen Prinzip ausgerichtet. Dabei meine ich nicht den Mann selbst, sondern vielmehr die Qualitäten, die ein stückweit sehr wertvoll sind. So sind wir eine Welt voller Technik, Geschwindigkeit, Struktur, Analyse, Organisation, Trennung, Isolation, Hierarchie, Wettbewerb etc. Die weiblichen Qualitäten sind absolut im Hintergrund. Es sind die Qualitäten des Flows, der Intuition, des Mitgefühls, des Miteinanders, des Passiven, Empfangenden, Nährenden, Verweilenden, Verbindenden etc.

Dieses Umfeld entfremdet die Frau von ihrer wahren Natur, schafft innere Trennung und lässt viele Frauen fühlen – „da ist doch noch mehr von mir, mehr das endlich gelebt werden möchte“. Neben den weiblichen Qualitäten ist es auch die Kunst der weiblichen Alchemie, sowie die innere Heilerin die in den Frauen in der aktuellen Zeitqualität erwacht. Dies in einem modernen Ausdruck.

All meine Erfahrung aus meinem eigenen Leben und aus meiner Arbeit bezüglich dem erwachenden Bewusstsein der Frauen habe ich in mein Buch gepackt, mit ganz viel Anleitung für alle Lebensbereiche, hin zu Beruf, Beziehung, Sexualität und auch Schwesternschaft, dem neuen Miteinander von Frauen. Mit alledem sind auch die Geschichten von Frauen aus meiner Coaching-Praxis zu lesen.

All mein Erforschen, Wissen und Erfahren und durchaus auch die Botschaften und Hinweise meiner Spirits „übersetze“ ich in meine Seminaren, bette sie in Rituale, Meditationen, Körpererfahrung  und übermittle sie in lebendiger Lebenspraxis sodass wir immer viel Spaß hin zum Leben haben.

Mir ist dabei wichtig, dass ich selber und auch die Frauen dabei die Füße am Boden behalten, nicht abheben, lebensfremd werden oder sich gar in einem „spirituellen Thema zu verlieren“.

Ich möchte den Frauen mit meinem Buch ein Bewusstsein für ihr inneres Yin reichen, eine Anleitung wie man es im Alltag integrieren kann und die Lebensweise so anpasst, dass das Yin wieder eine nährende Energie für jede Frau ist.
Meine Vision ist, dass das Bewusstsein für das innere Yin den Frauen in Zukunft selbstverständlich ist. Dass es von Mutter zu Tochter weiter gegeben wird.


Was möchtest du den Lesern meines Blogs zum Abschluss noch mit auf den Weg geben?

Die Essenz der Spiritualität liegt in einem „lebendigen Leben“. Viele Menschen, die sich für Spiritualität interessieren, meinen sie müssen daran „arbeiten“ und sich das Leben „verdienen“. Da habe ich es mit dem Zitat von Drunvalo Melchizedek das uns erinnert: „Wir sind spirituelle Wesen, die eine menschliche Erfahrung machen“.

Der wesentliche Unterschied hin zu einem erwachenden Bewusstsein ist es, ein „bewusstes Leben“ zu führen. Die Verbindung zur inneren Stimme und den „anderen Dimensionen“ zu pflegen und sein Bewusstsein nicht nur nach dem Sichtbaren und Greifbaren Aspekten des Lebens auszurichten.

Deshalb liegt es mir so sehr am Herzen, die Menschen, v. a. Frauen darin zu unterstützen ein lebendiges Leben zu führen, voller Lachen, Freude, Glück und Liebe.

 


 

Ganz vielen Dank, dass du dir Zeit für mich und meine Leser genommen hast. Dir alles Liebe!

MEIN DANKE zu dir.

 


Bildquelle:  (c) Helmut Henkensiefken c/o FinePic®, München

 

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