Ein Leben zwischen zwei Welten – Die Hellseherin Christine Donath / Ein Gastbeitrag von Svenja Yvette Meyer

Foto privat: Erika Donath, Freiberg

Freiberg in Sachsen. Dort wohnt und arbeitet Christine Donath, auf den ersten Blick eine gewöhnliche Frau mittleren Alters. Gegen Mittag begrüßt Christine eine Stammkundin im Friseursalon ihres Vaters.

„Und was darf es heute sein?“ fragt sie neugierig. Einmal schneiden, waschen und föhnen. „Das volle Programm“, antwortet die Kundin vertrauensvoll, während Sie immer ausschweifender über sich und ihr Familienproblem spricht. Christine wird ganz warm ums Herz. Die Energie fließt und sie erhält die ersten Eingebungen. Erleuchtet hat sie die Antwort auf das Problem und weiß plötzlich, wie sie die Kundin beraten kann.

 

Der inneren Stimme folgen

Von diesem Zeitpunkt an, war sich Christine Donath ihrer hellseherischen Fähigkeiten einmal mehr bewusst. Das erste Schlüsselerlebnis hatte sie als ihr Vater 2001 gestorben war. Er hat ihr das Hellsehen vererbt, aber ausgelebt und nach außen getragen, hat er dieses Talent selbst nicht.

Christine stammt aus einer Friseurmeisterfamilie und hat bei ihrem Vater eine Friseurlehre absolviert. Nach dem Tod ihres Vaters ist Christine ihrer inneren Stimme gefolgt und hat entschieden sich vom Familienbetrieb frei zu machen. Den endgültigen Schritt zur beruflichen Neuorientierung ist sie gegangen, als ihre Lieblingskollegin schwanger wurde und deshalb den Job aufgab. Das war auch für Christine der Anlass aufzuhören und ihrer Berufung zu folgen.

Daraufhin hat sich Christine drei Monate zurückgezogen, um über ihre berufliche Zukunft nachzudenken. Der Sicherheitsgedanke stand nach wie vor im Vordergrund, sodass sie zunächst überlegte, den Beruf des Friseurs weiterhin halbtags auszuüben und sich nebenbei ein zweites Standbein als Hellseherin aufzubauen. Doch am Ende hat ihre innere Stimme gesiegt und sie entschied sich gegen eine berufliche Doppelbelastung.

Über das soziale Netzwerk Facebook hat sie schrittweise ihre ersten Kunden auf sich aufmerksam gemacht und übergangsweise auch kostenlose Seelenbehandlungen angeboten. Dabei kommuniziert die Geistige Welt mit ihr über den Klienten und überträgt positive Energien.

Nach monatelanger erfolgreicher Praxiserfahrung hat Christine dann im Dezember 2015 endgültig den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt und den Friseurladen aufgegeben.

 

In die Seele blicken

Seitdem bietet sie u. a. energetische Seelenbehandlungen an, sowohl im persönlichen Gespräch als auch am Telefon. Ihre Herangehensweise und Arbeit mit den Kunden ist faszinierend und verblüffend zugleich, da das, was sie macht nicht greifbar ist.

Besonders effektiv ist eine Seelenbehandlung, wenn Christine die Person persönlich trifft. Sie besitzt die Fähigkeit über die Augen eines Menschen in die Seele zu blicken und mit ihr zu kommunizieren.

Am Telefon sind es hauptsächlich die Schwingungen, die ihr die notwendigen Informationen liefern. Sie nimmt die energetischen Felder stärker wahr, die den menschlichen Körper umgeben. Dann entstehen Bilderserien, in Form einer Geschichte, in ihrem Kopf, woraus sie schließlich die Antworten auf die Fragen bzw. Probleme zieht.

Auch Rückführungen stehen bei Christines Arbeit auf der Tagesordnung, die bei einigen Kunden unabdingbar scheinen, um seelische Wunden zu heilen. Eine Rückführung ist eine Art Selbsterfahrung, bei der man im entspannten Zustand in seine Vergangenheit zurückgeführt wird. Bei Christines Rückführungsarbeit bekommt auch sie die Bilder, die der Klient erhält. Daran kann sie dann anknüpfen. Aber nicht alle Menschen sind spirituell interessiert und in der Lage sich auf diese Art der Seelenarbeit einzulassen.

Mit ihrem blonden Lockenkopf gleicht Christine einem Engel. Sie sieht sich als Vermittlerin zwischen der Geistigen Welt und besitzt die Fähigkeit Kontakt mit der jeweiligen Seele (Höheren Selbst) aufzunehmen.

Ihr Ziel ist es, dass sich ihre Kunden am Ende einer Sitzung leichter fühlen und z. B. lernen – Dinge oder Menschen – loszulassen. Da sie bis in die Ahnenreihe zurückblicken kann, ist sie in der Lage selbst tiefe Wunden zu heilen.

„Wir alle wissen, dass wir einen Körper, eine Seele und einen Geist besitzen und wir irgendwann den Körper verlassen, um als Seele weiter zu inkarnieren. So zumindest wird es in der spirituellen Szene gelehrt“, erzählt Christine.

 

Hellsehen ist eine Herausforderung

Feierabend. Es ist 20 Uhr am Freitagabend in Freiberg. Christine hat gerade ihre letzte Sitzung beendet. Sie ist etwas erschöpft und beschließt für heute keine weitere Sitzung durchzuführen.

Heute hat sie ein Kunde ganz besonders gefordert und ihr viel Konzentration abverlangt. Natürlich sind auch ihre Energiereserven irgendwann verbraucht und müssen neu aufgetankt werden.

„Ich bin überglücklich mit meinen hellseherischen Fähigkeiten anderen Menschen helfen zu können. Aber es ist eine Herausforderung im Alltag die Eingebungen wegzudrücken und im Umgang mit den Mitmenschen “normal“ zu agieren“, erklärt Christine Donath.

Doch am Ende des Tages sieht sie ihr Talent als Geschenk Gottes und als Wohltat für die Menschheit.

Jede Seele sehnt sich nach Heilung und Glückseligkeit, und mithilfe der energetischen Seelenarbeit kann eine Menge Abhilfe geleistet werden.

 

Weitere Informationen zu Christine Donath:

Webseite

 

Zur Autorin dieses Beitrages:

Svenja Yvette Meyer lebt in Hamburg und ist Onlineredakteurin, Fotografin und Singer/Songwriterin. Aktuell befindet sie sich in Fortbildung zur Fotojournalistin.

Der Gastbeitrag erscheint im Rahmen ihrer Abschlussarbeit.

 

 

 

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